Bewohnerinnen erzählen | 1 2 3 |
Am Eindrücklichsten schildern unsere Bewohnerinnen selbst, wie das Leben in einem Wohnhaus ist. Machen Sie sich ein Bild, in dem Sie die Berichte von Brigitte Kerschl und Christine Teusel lesen - Sie werden sehen, bei uns werden auch Senioren gut betreut!
Brigitte Kerschl über das Leben im Wohnhaus:
"Ich bin 56 Jahre alt und bin am 8. August 2003 glaub ich hier eingezogen. Das war gleich am Anfang, ich war die zweite Bewohnerin hier.
Vorher hab ich bei Jugend am Werk gewohnt und davor auch in verschiedenen Einrichtungen. Bei Jugend am Werk war es zwar gut, aber da war eine Mitbewohnerin, die immer alles von den anderen versteckt hat. Sie hat auch immer das Essen von den anderen aufgegessen. Da sind wir uns beschweren gegangen. Ich wusste auch, dass die Betreuer dort mich nicht mehr so pflegen können, wenn ich älter bin und ich wollte schon endlich in Pension gehen und in der Früh nicht mehr so zeitlich aufstehen müssen.
Ich hab auch schon so viel Pech gehabt mit Männern und anderen Bewohnern. Der Charly, der Sozialarbeiter von der Lebenshilfe, hat das gewusst und es ist gerade das Wohnhaus und die Seniorengruppe in der Pezzlgasse eröffnet worden. Das hat er mir dann angeboten und drum bin ich hergezogen.
In der Seniorengruppe sind wir acht Leute. Sechs Leute wohnen auch hier und zwei kommen von auswärts. Wir sind alle Senioren. Am Mittwoch machen wir Musik und Turnen. Wir machen auch gemeinsam Ausflüge und helfen beim Kochen.
Ich hab gehört, dass ich sehr gut kochen kann. Zum Beispiel koche ich überbackene Tomaten und Mozarella. Das Mittagessen in der Seniorengruppe bekommen wir geliefert, aber jeden Freitag ist „Förderkochen“. Da lernen wir selber kochen mit den Betreuern.
Im Wohnhaus machen wir immer gemeinsam einen Speiseplan und kochen das Abendessen und am Wochenende auch das Mittagessen."
Oktober 2004 / lhw
Christine Teusel erzählt vom Wohnhaus:
"Ich hab vorher im Wohnhaus in der Kaingasse gewohnt und bin gleich im August hier eingezogen. Hier hab ich mein eigenes Zimmer mit eigener Küchenzeile. Wenn ich das, was es im Wohnhaus zum Essen gibt, nicht mag, kann ich mir dann selber was kochen.
Ich hab mich gut eingelebt, mir geht es hier sehr gut.
Ich war jetzt in Bad Waltersdorf auf Urlaub, da war ich schon öfter. Ich fahre dort alleine hin und es war auch sehr schön. Nur am Abend komischerweise hab ich mich diesmal immer gefürchtet. Ich hab da so eine blöde Eingebung gehabt und dann immer so komische Geräusche gehört und da hatte ich Angst. Ich bin auch hier in der Seniorengruppe, weil ich schon in Pension gehen wollte. Deshalb bin ich ja hierher gezogen.
Ich bastel sehr gerne – Kerzen, Bilder, Ketten – aber ich komm gar nicht soviel dazu. Ich geh immer erst gegen Mitternacht schlafen und dann steh ich so spät auf. Bis ich geduscht bin und alles, ist es dann schon meistens halb elf Vormittag, bis ich in die Seniorengruppe herunterkomm. Aber im Keller gibt es einen Bastelraum und da mache ich dann zu anderen Zeiten viel. Ich hab auch eine Ausstellung meiner Bilder im Dezember im Nachbarschaftshilfe-Zentrum in der Bürgerspitalgasse, da muss ich noch viel malen.
Mit den Mitbewohnern und Betreuern ist es auch super hier. Außer einem Mitbewohner, dem geh ich lieber aus dem Weg, weil der an den Haaren reißt und pufft."
10. Oktober 2004 / lhw