In den ersten Jahren "ordnen sich die Sterne am Himmel neu": Die Familie lernt mit der neuen Situation umzugehen. Welche Fragen das aufwirft, mit welchen Problemen man sich vielleicht konfrontiert sieht und welche Dinge Erleichterung verschaffen können, wollen wir hier darstellen.
Eine Binsenweisheit, Sie verzeihen. Als Eltern von Kindern mit geistiger Behinderung haben wir sie am eigenen Leib erlebt. Vielleicht können wir darum unsere Hilfe anbieten.
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Jedes neue Kind bedeutet für die Familie eine Umstellung. Wenn eine Tochter oder ein Sohn geistig behindert ist, ist diese Umstellung wahrscheinlich ein Stück grösser - aber deswegen nicht unmöglich.
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Einer der Gründe, warum die Konfrontation mit einer "geistigen Behinderung" des eigenen Kindes für Eltern so schwer zu verkraften ist, liegt darin, dass wir immer noch sehr wenig über die Lebenssituation behinderter Menschen wissen.
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Auf verschiedenste Arten versuchen Menschen, ein erfolgreiches Leben zu messen. Unglücklicherweise neigen wir dazu, Erfolg z.B. an Reichtum oder großen intellektuellen Leistungen zu messen. Wenn ein Mensch aber all das wird, was er als Mensch sein kann, ist auch das ein Maßstab für ein erfolgreiches Leben.
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Nicht nur das Kind lernt in den ersten Lebensjahren viel dazu: Auch seine Eltern tun das. Das gilt wohl für alle Kinder, gleich ob behindert oder nicht. Im Falle eines Kindes mit einer geistigen Behinderung hängt vom Dazulernen der Eltern vielleicht mehr ab als sonst.
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Die Tatsache, dass Ihr Kind geistig behindert ist, kann auch die Beziehung zu Freunden und Verwandten verändern oder sogar belasten. Und nicht immer sind die lieben Zeitgenossen eine reine Hilfe – aber vielleicht öfter, als Sie zunächst denken.
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Zuviel Schutz und Hilfe kann leicht zur Unterforderung von behinderten Kindern führen. So wie bei jedem Kind ist auch kontrolliertes Risiko zum Wachstum erforderlich.
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In unserer Zeit haben Menschen mit geistiger Behinderung eine wesentlich bessere Chance auf ein sinnvolles und menschenwürdiges Leben, als noch eine Generation zuvor.
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Besser als viele Ratschläge gibt wahrscheinlich dieser Brief einer Mutter eines dreieinhalbjährigen Mädchens wieder, wie der Alltag aussehen kann.
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