Schon im Jänner gab es ein erstes österreichweites Vernetzungstreffen zum Thema Pränataldiagnostik (PND) in Wien. Vergangenes Wochenende hat sich nun ein Netzwerk konstitutiert.

Pränataldiagnostik (PND) gehört mittlerweile zur Routine in der medizinischen Schwangerenbegleitung. So wertvoll das vorgeburtliche Erkennen von Krankheiten, Fehlbildungen und Behinderungen zuweilen sein mag, ist PND doch mit vielfältigen und schwerwiegenden Problemen verbunden: Angst, Unsicherheit bei den Frauen, Selektion behinderter Kinder, Schadenersatzklagen gegen ÄrztInnen – das sind nur einige Aspekte davon.
Betroffene Frauen/Paare, MedizinerInnen, Hebammen, BeraterInnen sowie Menschen mit Behinderungen und die Gesellschaft im Allgemeinen sind durch die derzeit gängige Praxis von PND mit einer Reihe von Problemen und Fragen konfrontiert, deren Lösung komplex bis unmöglich scheint.
Verschiedene Organisationen, ExpertInnen verschiedener Bereiche sowie Einzelpersonen hinterfragen diese Entwicklung schon seit längerer Zeit und haben sich nun zu einem österreichweiten Netzwerk zusammengeschlossen. Dieses Netzwerk konstituierte sich als Endergebnis zweier interdisziplinärer Arbeitstagungen am Samstag 21. April 2007.
Ziel des Netzwerkes ist:
Das Netzwerk ist offen für alle Interessierten, die sich kritisch mit dem Thema PND auseinandersetzen möchten. Einmal im Jahr ist die Gestaltung einer öffentlich zugängigen Fachtagung geplant, die zum Diskurs und zur Bewusstseinsbildung beitragen soll. Über die aktuellen nächsten Arbeits-Schritte des Netzwerkes, eine Mitgliedschaft sowie die derzeitigen Mitglieder informieren die SprecherInnen: Kontakt: sprecherinnen AT prenet.at 23. April 2007 / lhw SH |

