Vom Rett-Syndrom sind überwiegend Mädchen betroffen. Es wurde 1966 erstmals vom Wiener Arzt und Jugendpsychiater Prof. Andreas Rett beschrieben.
Wenn ein Mädchen
- sich nach normaler Geburt und Entwicklung in den ersten Lebensmonaten plötzlich verändert hat
- sich nicht mehr weiterentwickelt, sich "irgendwie anders" verhält als zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat zu erwarten
- bereits erworbene Fähigkeiten wie Laufen und Sprechen wieder verlernt hat
- ganz "normal" aussieht, aber den sinnvollen Gebrauch der Hände verloren und statt dessen stereotype, knetende oder waschende Handbewegungen macht
dann könnte es das Rett-Syndrom haben.
Alle betroffenen Mädchen zeigten eine auffällige Übereinstimmung in ihrer klinischen Symptomatik. Es fielen autistische Verhaltensweisen, Sprachverlust, Krampfanfälle, Bewegungsstereotypien in Form typischer waschender und knetender Handbewegungen, Hyperventilation und eine eigentümliche, durch Gleichgewichtsstörungen charakterisierte Gangstörung auf.
Es gibt eine Vielzahl von unterstützenden Therapien, die den Mädchen helfen, ihnen das Leben erleichtern können: Krankengymnastik, Musiktherapie, Reittherapie, Beschäftigungstherapie, therapeutisches Schwimmen usw. Welche Therapie für ein Mädchen mit Rett-Syndrom richtig und gut ist, ist individuell unterschiedlich. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass sie das Kind und die Familie nicht überfordern. Nicht jede der hier vorgestellten Therapien ist für jedes Rett-Kind geeignet.

