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Wie es nach den ersten Jahren weitergeht

In unserer Zeit haben Menschen mit geistiger Behinderung eine wesentlich bessere Chance auf ein sinnvolles und menschenwürdiges Leben, als noch eine Generation zuvor.

 
Junge Frau mit Behinderung beim Kochen
Eltern dürfen heute anders auf die Zukunft ihrer behinderten Kinder blicken: Menschen mit Behinderung können heute mit - mehr oder weniger Unterstützung - ein selbstständiges und aktives Leben führen.
 

Viele Voraussetzungen für ein erfülltes Leben inmitten der Gesellschaft wurden vor allem dank des Antriebs der Elternbewegung in den vergangenen Jahrzehnten geschaffen, auch wenn es in allen Lebensbereichen nach wie vor viel aufzuholen gilt. Es gibt also einen Grund mehr, hoffnungsvoll der Zukunft Ihres Lebens entgegenzublicken.

Wie bei anderen Kindern lässt sich der Lebensweg Ihres behinderten Kindes nicht voraussagen oder festlegen. Es gibt jedoch einige Stationen entlang des Weges, die Menschen mit geistiger Behinderung in ihrer Entwicklung fördern und von denen Eltern wissen sollten. Zu vielen späteren Lebensbereichen finden Sie auch weitere Informationen auf diesen Seiten - "blättern" Sie doch ein wenig, wenn Sie Zeit haben und sobald Sie bereit sind, den Blick auch in die späteren Lebensjahre Ihres Kindes neu richten zu wollen.

Frühförderung
In den allerersten Lebensjahren liegt das Hauptgewicht der Erziehung und Förderung des Kindes bei seinen Eltern. Frühförderung durch Fachleute - Heilgymnastin, Kinderärztin und Kinderarzt, Kinderpsychologin oder Psychologe u.a. - können diese Entwicklung durch eigene Arbeit mit Ihrem Kind und durch Beratung für Sie unterstützen.

In Wien gibt es für diese Aufgabe vor allem die Mobile Frühförderung, aber auch andere familienbezogene Hilfen wie z.B. die Spielothek des Wr. Hilfswerkes (die übrigens einst von der Lebenshilfe Wien ins Leben gerufen und geführt wurde).
Einen Überblick über Unterstützungsangebote in den ersten Jahren Ihres behinderten Kindes finden Sie hier.

Kindergarten:
So wie bei anderen Kindern ist ab dem 3.Lebensjahr der Kindergartenbesuch (oder davor die Krabbelstube) der nächste Schritt in die größere Welt außerhalb der Familie. Ihr Kind lernt dort, mit anderen Kindern gemeinsam zu spielen und zu leben - oft ein wichtigerer Anreiz für die Entwicklung als so manche Therapiestunde. Darum hat sich in den vergangenen Jahren, so wie auch in der Schule, der "normale" Kindergarten gerade auch für behinderte Kinder als richtig erwiesen. In integrierten Kindergartengruppen gibt es neben der üblichen Betreuung durch Kindergärtnerin und Helferin auch noch gezielte Hilfen für Kinder mit Behinderung, sei es durch zusätzliches Personal, kleinere Gruppengröße, oder Beratung für die Arbeit der Kindergärntnerin. Nicht zuletzt ist aber auch für die Eltern der Kindergarten eine Entlastung im Alltag, die Sie ruhigen Gewissens nützen sollten.

Eine Übersicht aller Möglichkeiten, Ihr Kind in einem Kindergarten unterzubringen und welche Schritte Sie dazu unternehmen müssen, finden Sie hier.

Schule:
Wie auch im Kindergarten, so haben Eltern heute auch in der Schule das Recht, für ihr Kind mit einer Behinderung eine "normale" Schule zu wählen: Volksschule, Hauptschule oder AHS-Unterstufe. Wahlweise können Eltern auch weiterhin ein sonderpädagogisches Zentrum für ihre Kinder in Anspruch nehmen, wenn sie diese Form der Unterstützung für geeigneter halten.
Und wie im Kindergarten gilt bei Schulen: Lernen passiert nicht einfach durch den Vortrag der Lehrerin oder des Lehrers, sondern durch Vorbild und Anregung durch andere Kinder.

Wie integrierte Schulen funktionieren, darüber können Sie sich im Schulkapitel unseres Websites informieren.