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Wiener Selbstvertretergruppe berichtet

Im Jahresbericht von Jugend am Werk gab die Wiener Selbstvertretergruppe "Vienna People First" einen Überblick über ihre Tätigkeiten.

 

"Vienna People First" ist eine aktive Gruppe von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Der englische Name wurde deshalb gewählt, da die Gruppe auch nach außen hin zeigen will, dass sie zur People First Bewegung dazugehört und sich ihr verbunden fühlt. Die ersten People-First-Bewegungen gab es bereits in den 70er Jahren in den USA bzw. stammt die ursprüngliche Idee der Selbstvertretung aus Schweden.

Der Name "People First", den auch die Wiener Selbstvertretergruppe übernommen hat, bedeutet soviel wie "Zu allererst bis du als Mensch wichtig, und erst als zweites geht es um deine Einschränkung oder Behinderung". Also ein Begriff, der sich gegen die defizit-orientierte Sichtweise auf Menschen mit Behinderungen wehrt.

Die Mitglieder der Gruppe "Vienna People First" sind bei Jugend am Werk beschäftigt. Sie haben im Jahresbericht von Jugend am Werk auch über ihre Tätigkeiten berichtet. Es wurden Schulungen mit Jugendlichen gemacht, um "die Barrieren in den Köpfen abzubauen". Weiters gab es verschiedene Seminare, z.B. zum Thema "Wie baue ich eine Selbstvertretergruppe auf?", und es wurde vom Vorsitzenden Thomas Weissenbacher ein Brief an die ÖAR (Österr. Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation) geschrieben, in dem er die Aussagen von ÖVP-Politikern zur Grundsicherung kritisiert. Weissenbacher meint, dass für Menschen mit Lernschwierigkeiten eine Grundsicherung auf jeden Fall von großem Vorteil sei.

Weiters gibt der Bericht einen Ausblick auf eine Tagung zum Thema "Selbstbestimmung durch Mitbestimmung", die im Herbst 2007 stattfinden soll und die Vienna People First mitplant.

Informationen zur Tagung oder zu "Vienna People First":

Thomas Weissenbacher

Tel.: 01/406 68 65-21

Mail: vpf-office AT viennapeoplefirst-gaw.at

 

3. Mai 2007 / lhw SH